Auch Wetterau bleibt nicht vom Abwärtstrend verschont

 

STAMMHEIM (ös). Die Einteilung der Wetterauer Tischtennis Nachwuchs-Spielklassen wurde von den Vereinsjugendleitern gemeinsam mit Kreisjugendwart Holger Thösen in Stammheim vorgenommen. Nachdem bereits im letzten Jahr ein leichter Abwärtstrend bei der Anzahl an Nachwuchs-Teams feststellbar war, so setzt sich dieser nun deutlich fort. Waren es vor 2 Jahren noch 89 Mannschaften, im Vorjahr immerhin noch 82, so sind es nun nur noch 69 Schüler- und Jugend-Teams welche in die Saison gehen. Davon immerhin 7 Teams auf Bezirksebene. Altenstadt und Gedern sind mit jeweils 5 Mannschaften noch am aktivsten vertreten. Gedern, obwohl man die meisten Jugendspieler für den Erwachsenenbereich freigeholt hat. Mittlerweile machen von 44 Vereinen besorgniserregende 19 Vereine keine Jugendarbeit mehr.

Kreisjugendwart Holger Thösen: „Vereine die viele Jahre zahlreiche Mannschaften gestellt haben, sind mitunter kaum noch vertreten. Leider gibt es aus meiner Sicht zu wenige Möglichkeiten für Spielgemeinschaften. Diese werden nur in absoluten Sonderfällen zugelassen, z.B. wenn 2 Vereine gar keine eigene Mannschaft zustande bekommen. Durch Spielgemeinschaften hätten die Vereine viel mehr Möglichkeiten ihren Kindern und Jugendlichen adäquate Spielklassen und Organisation zu bieten. Andere Sportarten wie Handball oder Fußball sind hier schon lange erheblich fortschrittlicher. Ohne Spielgemeinschaften werden auf Dauer die meisten motivierten Talente erst recht zu Großvereinen wechseln. Mit Spielgemeinschaften können auch kleinere Vereine gemeinsam höhere Ligen stemmen. Auch wäre dies für den Erhalt des Damen-Tischtennis aus meiner Sicht sehr hilfreich. Kleine und mittlere Vereine haben mit Spielgemeinschaften analog zu anderen Sportarten erheblich bessere Chancen zu überleben und sich für die Zukunft aufzustellen.

Sehr negativ bemerkbar hat sich gemacht, dass mit der neuen WO umfangreiche Wettbewerbsverzerrungen geschehen. Wie z.B. mit der unbegrenzten Einsatzmöglichkeit von höherklassigen Spielern in tieferen Mannschaften, sowohl bei Erwachsenen als auch im Nachwuchsbereich. Hier ist dringender Änderungsbedarf.“ Für die neue Saison wird aufgrund der geringen Meldezahl in allen Ligen mit dem Braunschweiger System gespielt was mehr Flexibilität ermöglicht, gerade für Vereine die Personalprobleme haben. Thösen: „Nun haben wir in allen Nachwuchs-Ligen das gleiche einheitliche Spielsystem was für mehr Transparenz sorgt. Mein größter Wunsch wäre dass im Tischtennis Erwachsenenbereich irgendwann mal alle Mannschaften von der 3.Kreisklasse bis zur Bundesliga das gleiche 4er Spielsystem spielen. Dies würde Basis und Spitze in jeder Hinsicht mehr verbinden.“

Natürlich wurden auch die Meister mit Pokalen und Urkunden geehrt. Dies waren: Jugend Kreisliga TV Kefenrod, Jugend 1.Kreisklasse TTG Bad Nauheim, A-Schüler Kreisliga TTG Büdingen-Lorbach als beste A-Schüler-Mannschaft, TTC Höchst-Nidder als beste B-Schüler-Mannschaft der Liga und TV Okarben als Gesamt-Gruppenerster, A-Schüler 1.Kreisklasse SV Fun Ball Dortelweil, A-Schüler 2.Kreisklasse SSV Heilsberg, B-Schüler Kreisliga TTC Altenstadt, C-Schüler Kreisliga TTC Altenstadt, weibliche Jugend SG Wolferborn, A-Schülerinnen TV Gedern, B-Schülerinnen TV Eichelsdorf und C-Schülerinnen TV Eichelsdorf.

Die Durchführung der Kreispokalendrunde 2019-2021 wurde an den TTC Steinfurth vergeben. Die Bezirkspokalendrunde 2019 an den TV Gedern. Abschließend bedankte sich Thösen bei allen Helfern im Nachwuchsbereich, insbesondere bei Kreis-Schülerwartin Bettina Hess (TTC Florstadt), Pokalspielleiter Werner Kaiser (TTC Steinfurth), den Klassenleitern Rolf Kleinschmidt (TTG Büdingen-Lorbach), Björn Landmann (SG Wolferborn) und Henrik Jasper (TTG Bad Nauheim) sowie den Durchführern von Jugendveranstaltungen Oliver Hottinger (TSV Butzbach) und Thomas Altvater (TTC Altenstadt),  und wünschte eine gute Saison.

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