Leistungstraining für Erwachsene

Am 10.03. war es soweit. Das erste vom Kreisvorstand organisierte Leistungstraining für Erwachsene fand in Bad Nauheim unter der Leitung von Gaber Elzaher statt. Die Idee, die Intuition, die hinter dieser Veranstaltung steht ist relativ leicht zu erklären:
– systematisches Training für alle interessierten Spieler_innen des Wetteraukreises
– Training unter professioneller Anleitung
– neue/andere Trainingspartner als im Heimatverein
– individuelles Eingehen auf persönliche Stärken und Schwächen

Für das Pilotprojekt meldeten sich mehr Teilnehmer als Plätze zur Verfügung standen. So mussten viele Spieler_innen auf den 2. Termin vertröstet werden. Finanziert wurde die Veranstaltung von Spenden der Vorstandsmitglieder.
Hier das feedback eines Teilnehmers, das besser nicht formuliert werden könnte und den TT-Nerv trifft.

Lieber Diethelm.
Ich finde es großartig, dass Du eine Veranstaltung mit systematischem Training für Erwachsene in dieser Form organisiert hast – ich kann mich an etwas Vergleichbares nicht erinnern (immerhin spiele ich schon ?? Jahre TT)!

Eine Fortsetzung in dem von Dir genannten 1- bis 2-monatigen Turnus und der für möglichst viele Vereine offenen und daher auf wenige Teilnehmer pro Verein begrenzten Weise trifft ja offenbar auf großes Interesse. Ich halte es daher für wünschenswert, daran festzuhalten. Und vielleicht lässt sich darauf aufbauend tatsächlich etwas in den Vereinen anstoßen.

Grds. verstehe ich diese Initiative vor allem für die Vereine als Anregung und Ansporn, ein systematisches Training in eigener Regie aufzuziehen – gerade für den Erwachsenenbereich und sofern in Vereinen Interesse daran besteht. Potenzial sollte vorhanden sein – so sind in den meisten Vereinen nach meinem Eindruck genügend Aktive vorhanden, die entsprechende Erfahrung, Kenntnisse, Übungsleiterpraxis, TT-Sachverstand mitbringen, um ein vereinseigenes, qualitativ gutes und systematisches Training selbst durchführen zu können. Was häufig fehlt und auch den Unterschied ausmachen würde, ist die Einbeziehung eines qualifizierten Trainers, wie z.B. Gaber, der dann vglw. spezifisch und individuell Technik und Trainingsformen vermittelt. Ein solchesTraining könnte nach meiner Vorstellung dann einmal in 4 – 6 Wochen stattfinden, das wäre völlig ausreichend. Eine entsprechende vereinseigene Trainingsgruppe würde dann im alltäglichen Vereinstraining ggf. ein eigenes und mit dem Trainer abgestimmtes Training durchführen. Für meinen Verein will ich das jedenfalls mal zur Diskussion stellen.

Anregung meinerseits in diesem Zshg.: vielleicht könnt ihr vom Kreis für interessierte Vereine als „Scharnier“/Vermittler zu fähigen und willigen Trainern fungieren, die sich für ein solches Vereinstraining zur Verfügung stellen würden.

Mir hat das gestrige Training jedenfalls viel Spaß gemacht – und das lag u.a. vor allem an Gaber, der einfach eine ‚gute Art‘ hat, mit seinen Schützlingen umzugehen. Mit den abschließenden kritischen Anmerkungen möchte ich vor allem Hinweise geben, was in einem zukünftigen Leistungstraining aus meiner Sicht ggf. besser gemacht werden könnte, nicht, um es abzuqualifizieren.

> Das Aufwärmen ist mit gefühlt knapp 5min definitiv zu kurz geraten, für Sprints war man nicht aufgewärmt genug!
>> 1 Trainer für 17 Aktive ist eine nicht ausreichende Quote, 2 Trainer wären für diese Teilnehmerzahl m.E. besser/ideal gewesen – hier lässt sich dann fokussierter auf individuelle Belange eingehen (insbesondere technische Fehlerkorrektur).
>> Bei den Übungen ist z. T. nicht klar genug der Wechsel vom ‚aktiven‘ zum ‚passiven‘ Part angesagt worden – die Instruktion des Trainers sollte hier klarer sein.
>> Die Trainingsgruppe war leistungsmäßig sehr heterogen – wenn dies der Fall ist, macht bei technischen Übungen eine entsprechende Aufteilung nach Leistungsstärke Sinn.

———– Ende — fett/kursiv von mir geändert ————–